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Im Rahmen einer Kundgebung anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am 10. Juni 2026 in Hannover hat der FrauenRat NRW gemeinsam mit dem Landesverband der Hebammen NRW das Positionspapier „Ein guter Start ins Leben braucht politische Entscheidungen – für eine zukunftsfähige, gerechte und wohnortnahe Geburtshilfe in Nordrhein-Westfalen“ an Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann übergeben.

v.l.n.r.: Murielle Guéguen, Minister Karl-Josef Laumann, Michelle Rump

Mit dem Positionspapier machen wir auf die zunehmend angespannte Situation in der Geburtshilfe aufmerksam. Die Zahl der Geburtskliniken hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert, Hebammen arbeiten vielfach unter schwierigen Bedingungen und insbesondere in ländlichen Regionen werden die Wege zur nächsten Geburtsstation immer länger.

Gemeinsam fordern wir konkrete politische Maßnahmen, um die geburtshilfliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu sichern. Dazu gehören insbesondere:

  • die Stärkung der Hebammen durch faire Arbeitsbedingungen und eine leistungsgerechte Vergütung,

  • die verbindliche Einbindung von Hebammen in kommunale Gesundheitsgremien,

  • Konzepte für den Umgang mit zunehmenden Versorgungslücken und langen Anfahrtswegen,

  • eine bessere Qualitätssicherung durch mehr Transparenz und ein landesweites Perinatal-Register.

Geburtshilfe ist ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Jede Frau hat das Recht auf eine sichere, wohnortnahe, selbstbestimmte und würdevolle Geburt – und jedes Kind auf den bestmöglichen Start ins Leben.

PDF-Version: Ein guter Start ins Leben braucht politische Entscheidungen - für eine zukunftsfähige, gerechte und wohnortnahe geburtshilfliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen