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Aktuell

Stellungnahme Aktuelle Stunde WDR am 19.04.2017 – Impfmüdigkeit

Auf dem Höhepunkt eines regionalen Masernausbruches würde man erwarten, dass der WDR den Aufruf der Gesundheitsämter zur Masernimpfung unterstützt. Warum die Masernimpfung wichtig ist, wo man sich impfen lassen kann, in welchem Alter eine Impfung angezeigt ist und wie man sie kostenfrei erhalten kann – diese Informationen sind für Bürgerinnen und Bürger hilfreich.

Der größte Teil des o. a. Beitrags (etwa zwei Drittel) bringt hingegen Bedenken gegen das Impfen vor:

  • Impfen oder nicht – das ist eine Gratwanderung
  • schwierige Entscheidung
  • Impfen nein danke
  • Impfen ist gefährlich
  • Impfen – ja oder nein

Es kommt zwar auch ein Amtsarzt zu Wort, der mit einigen Informationen dagegen hält, aber der Beitrag endet mit den Worten

Immer öfter heißt es: lieber nicht

In Ihrer Sendung werden Meinungen, Blogbeiträge und gefühlte Einschätzungen Einzelner (es werden immer mehr Impfungen, das kann nicht gut sein) gegen öffentliche und wissenschaftlich basierte Präventionsmaßnahmen ausgespielt, die nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Europäischen Union und in der Weltgesundheitsorganisation verankert sind. Gerade jetzt erinnert die Europäische Impfwoche an die Wirksamkeit von Impfungen.

Impfungen nicht nur gegen Masern, sondern auch gegen eine Reihe von anderen Krankheiten gehören zu den öffentlich empfohlenen Impfungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), für die die Bundesländer die Gewähr übernehmen. Diese Impfungen werden allein in Deutschland millionenfach zum Schutz vor schwerwiegenden Erkrankungen durchgeführt und kontinuierlich überwacht. Jedes Kind und jeder Erwachsene hat ein Anrecht darauf, nach diesem Plan geimpft und damit persönlich vor Ansteckung geschützt zu sein. https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.html

Die Masernerkrankung selbst hat oft einen schweren Verlauf. Bedrohlich sind insbesondere die Folgeerkrankungen. Als besonders schwerwiegend ist das Risiko für eine chronische Entzündung des Gehirns, für Taubheit, Epilepsie, Lähmungen oder Tod einzuschätzen. Wer sich nicht impfen lässt, setzt sich selbst unnötigerweise diesen Risiken aus und gefährdet zugleich andere Menschen, die aus irgendeinem Grund nicht geimpft sind, z. B. Säuglinge unter neun Monaten.

Viele Krankheiten treten aufgrund der Impferfolge nur noch selten auf und werden nicht mehr ernst genommen. Einige Menschen halten Masern, Diphtherie, Röteln oder Mumps für harmlos, weil es in ihrem Gesichtskreis keine Erkrankungen mit den entsprechenden Komplikationen gegeben hat. Das muss als Hauptgrund für die nachlassende Impfbereitschaft in Betracht gezogen werden. Um die Gesamtbevölkerung wirksam vor eine Ansteckung mit gefährlichen Erregern schützen zu können, ist es jedoch erforderlich, dass ausreichend viele Menschen einen genügenden hohen Impfschutz aufweisen. Nur damit können Krankheitsausbrüche wirksam verhindert werden. Dieser Aspekt kam aber in der Sendung zu kurz.

Aus unserer Sicht tragen die öffentlich-rechtlichen Medien eine Mitverantwortung zur Umsetzung der Ziele der öffentlichen Gesundheitsvorsorge. Dabei kann der WDR eine wichtige Rolle spielen, indem er nicht Verunsicherung, sondern sachgerecht aufbereitete Informationen verbreitet.

Als Vertretung von 57 Frauenverbänden und ca. zwei Millionen Frauen in NRW bitten wir Sie eindringlich, Ihre Aufgabe wahrzunehmen.

Stellungnahme des FrauenRat NRW e.V. zum Bluttest auf Trisomie

Seit 2012 ist ein Test erhältlich, mit dem die Trisomie 21 bereits ab der 9. Woche durch eine einfache Blutuntersuchung nachgewiesen werden kann. Die Trisomie 21 ist eine Chromosomenstörung, bei der das Chromosom Nr. 21 in jeder Zelle dreifach, und nicht wie normal zweifach, vorhanden ist. Die Trisomie ist nur eine von vielen Störungen, die beim Embryo auftreten können. Der Test ist völlig risikolos für Mutter und Kind, zudem erfolgt er in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft. Eine Hundertprozentige Sicherheit bezüglich der Diagnose bringt er aber nicht. Bisher ist die Zahl der Anwenderinnen auf Grund der hohen Kosten noch gering.

Im August 2016 hat der Gemeinsame Bundesausschuss ein Prüfverfahren eingeleitet mit dem Ziel, den Bluttest auf Trisomie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen. Wenn das geschieht, wird dieser Test zu einer Routineuntersuchung in der Schwangerschaft werden. Es ist anzunehmen, dass dann auch die positiv getesteten Kinder routinemäßig abgetrieben werden. Bisher geschieht das in 90% der Fälle.

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FrauenRat NRW beim NRW-Tag in Düsseldorf

Am kommenden Wochenende findet der NRW-Tag in unserer Landeshauptstadt Düsseldorf statt. Wir als FrauenRat NRW werden ebenfalls mit einem Stand vertreten sein. Sie können uns am Stand 542 auf der Ehrenamtsmeile vor dem Landtag NRW finden.

Unsere Gesellschaft besteht zu 50 % aus Frauen. Resultierend daraus sollte der Frauenanteil in allen Aspekten unseres Lebens, wie auch in der Politik, entsprechend vertreten sein. Mit einem Fragebogen und einer Twitter-Wall wollen wir auf die gegenwärtige Situation aufmerksam machen. Über die Antworten des Fragebogens und die Gründe der Ungleichheit möchten wir mit Ihnen diskutieren.

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Nächste Termine

30.05.17 Vorstandssitzung

16.-18.06.17 Konferenz der Landesfrauenräte

07.-08.07.17 Klausurtagung

05.09.17 Vorstandssitzung

12.09.17 Sommerempfang

17.10.17 Vorstandssitzung

14.11.17 Vorstandssitzung

Letzte Pressemitteilung

Vorstandswahlen beim FrauenRat NRW

Mit der Mitgliederversammlung am 25.03.2017 tritt ein neuer Vorstand zur nächsten Amtsperiode an. Die Vorsitzende Dr. Patricia Aden vom Deutschen Akademikerinnenbund LV Rheinland wurde einstimmig wiedergewählt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Uta Fechler von der kfd LAG NRW und Elisabeth Thesing-Bleck vom Berufsverband der Frau in Business und Management gewählt. Mit großer Mehrheit traten die Schatzmeisterin Maria Berghoff vom Westfälischen Lippischen Landfrauenverband und die Schriftführerin Sylvia Olbrich der LAG Frauen von Bündnis90/Die Grünen ihr neues Amt an. Mit den Beisitzerinnen Bibiane Benadio vom DBfK Nordwest e.V. Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, Roswitha Damen vom DGB Bezirk NRW – Abteilung Frauen, Dr. Beate von Miquel von der Evangelische Frauenhilfe in Westfalen und Miriam Pospich von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen NRW wird der Vorstand vervollständigt.

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