ministerium-NRW

Am kommenden Wochenende findet der NRW-Tag in unserer Landeshauptstadt Düsseldorf statt. Wir als FrauenRat NRW werden ebenfalls mit einem Stand vertreten sein. Sie können uns am Stand 542 auf der Ehrenamtsmeile vor dem Landtag NRW finden.

Unsere Gesellschaft besteht zu 50 % aus Frauen. Resultierend daraus sollte der Frauenanteil in allen Aspekten unseres Lebens, wie auch in der Politik, entsprechend vertreten sein. Mit einem Fragebogen und einer Twitter-Wall wollen wir auf die gegenwärtige Situation aufmerksam machen. Über die Antworten des Fragebogens und die Gründe der Ungleichheit möchten wir mit Ihnen diskutieren.


Nutzen Sie die Gelegenheit um mit unseren Vorstandsdamen ins Gespräch zu kommen. Wenn Sie nicht zum NRW-Tag nach Düsseldorf kommen können, so schreiben Sie uns mit dem Hashtag #FrauenRatNRW2016 auf Twitter. Wir freuen uns recht herzlich auf Ihren Besuch. Gerne dürfen Sie über Ihre Kanäle z.B. Facebook auf unsere Aktion zum NRW-Tag aufmerksam machen.

Aufgrund der erwarteten hohen Teilnehmerzahl ist es empfohlen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Unseren Stand können Sie sehr schnell mit den Straßenbahnlinien 708 und 709 vom Düsseldorfer Hauptbahnhof erreichen. Weitere Informationen können Sie auf der Homepage der Rheinbahn entnehmen.

 

Nächste Termine

04.09.18 Sommerempfang

06.10.18 Veranstaltung 100 Jahre Frauenwahlrecht

09.10.18 Vorstandssitzung

13.11.18 Vorstandssitzung

04.12.18 Vorstandssitzung

Letzte Pressemitteilung

FrauenRat NRW fordert die Impfakzeptanz zu verbessern - Impfraten landesweit erhöhen

Impfen schützt vor Infektionskrankheiten und ihren vermeidbaren Folgen, zu denen in jedem Fall Krankheitstage zählen. Diese sind eine Belastung für die erkrankten Menschen selbst und ihre Familien. Darüber hinaus führen Krankheitstage zu Ausfällen bei der Arbeit und vergrößern den Betreuungsbedarf. Infektionskrankheiten können aber auch schwere Komplikationen nach sich ziehen, bis zu Behinderung und Tod. In einem modernen und leistungsfähigen Gesundheitssystem sollte jeder Mensch vom Säuglingsalter bis ins hohe Alter den bestmöglichen Impfschutz haben.

Impfungen dienen in erster Linie dem individuellen Schutz. Dieser wird nur erreicht, wenn alle Impftermine laut Impfkalender der STIKO wahrgenommen und auch im Erwachsenenleben Impfungen aufgefrischt werden. Die Zahlen des Robert-Koch-Institutes zeigen, dass oft die erste Impfdosis noch verabreicht wird, aber Folgetermine nicht mehr wahrgenommen werden. Auffrischimpfungen im Erwachsenenalter finden nicht flächendeckend statt.

Impfungen haben aber auch eine sozialmedizinische Dimension, indem sie Menschen schützen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Dieser Effekt, die sogenannte Herdenimmunität, tritt aber erst ein, wenn 95 Prozent einer Population gegen eine Krankheit geimpft ist. Durch flächendeckende Impfungen ist es der WHO gelungen, die Pocken weltweit auszurotten. Das Ziel der WHO, die Masern weltweit zu eliminieren wird u. a. deshalb nicht erreicht, weil in Deutschland die Impfquoten zu niedrig sind.

Der FrauenRat NRW e.V. begrüßt ausdrücklich die Bereitstellung von 200.000 Euro im Landeshaushalt NRW für Schutzimpfungen und Aufklärung. Ebenso begrüßen wir den Antrag der Regierungsfraktionen, eine landesweite Impfkampagne zu entwickeln. Folgende Punkte sollten dabei besondere Berücksichtigung finden:

  • Die HPV-Impfung, die jetzt für Mädchen und Jungen empfohlen wird, muss besonders beworben und durch aufsuchende Impfaktionen verbessert werden. Bei der aktuellen Impfquote von unter 40 Prozent werden viele junge Menschen den Schutz vor Gebärmutterhalskrebs, Anal- und Mundbodenkarzinomen, sowie vor Feigwarzen verfehlen.
  • Menschen ab 60 Jahren müssen ausdrücklich in den Impfschutz einbezogen werden, besonders bei der Grippe- und der Pneumokokkenimpfung. Mit steigendem Alter nimmt das Infektionsrisiko zu. Alte Menschen dürfen nicht bei der Gesundheitsversorgung benachteiligt werden.
  • Der Erfolg einer landesweiten Kampagne hängt nicht nur von der Einsicht der Bevölkerung ab, sondern in hohem Maße von den Ärzten, die Impfungen niedrigschwellig anbieten müssen. Deshalb sollen auch Ärztinnen und Ärzte in die Kampagne einbezogen werden, mit dem Ziel, dass bei jeder Routineuntersuchung, wie z.B. Gesundheitsuntersuchung, Krebsvorsorgeuntersuchung, Arbeitsschutzuntersuchung der Impfschutz überprüft und Impflücken geschlossen werden. Für Kinderärzte muss sichergestellt werden, dass sie auch Eltern und Betreuungspersonen impfen können.