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Wenn Frauen angefasst, begrapscht oder mit obszönen Sätzen angemacht werden, ist das keine Bagatelle, sondern eine Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte. Das Eindringen in fremden Gewahrsam steht unter Strafe, die Verletzung der Intimsphäre geht einfach so durch. Nach den Silvesterereignissen in Köln gibt es endlich öffentliche Aufmerksamkeit für sexuelle Grenzverletzungen, die jeden Tag auf der Straße, in Bus und Bahn, in Schulen und Betrieben und in der Familie stattfinden. "Selbst wenn ein solcher Vorfall angezeigt wird, nützt es in vielen Fällen nicht viel, weil die Taten teilweise nicht strafbewehrt sind. Und wenn die Taten strafrechtlich relevant sind, werden sie häufig nicht konsequent bestraft" bemängelt Kriminaloberkommissarin Petra Reichling, Mitglied im Vorstand des FrauenRat NRW e.V.
 
Der FrauenRat NRW e.V. fordert: "Nein heißt Nein" ist das Abwehrrecht jedes Menschen und muss durch das Strafrecht geschützt werden. Die Schwelle der Strafbarkeit darf nicht erst bei der Vergewaltigung beginnen, bereits die Verletzung der Intimsphäre muss strafbar sein. "Wir fordern einen zusätzlichen Paragraphen im Strafgesetzbuch, die aktuelle Reform der Vergewaltigungsparagraphen ist zu wenig" fasst die Vorsitzende Dr. Patricia Aden die einhellige Meinung des Vorstands zusammen.
 

Nächste Termine

14.04.18 Mitgliederversammlung

15.05.18 Vorstandssitzung

15.-17.06.18 Konferenz der Landesfrauenräte

04.09.18 Sommerempfang

Letzte Pressemitteilung

Zusammenarbeit im Landesfrauenrat weiterhin gefragt

Bei der Mitgliederversammlung am 14. April 2018 konnte der FrauenRat NRW e.V. zwei neue Mitgliedsverbände begrüßen: Die Regionalgruppe Nordrhein und die Regionalgruppe Westfalen-Lippe des Bundesverband pharmazeutisch-technischer Assistentinnen.

Außerdem wählten die Delegierten das Landesfrauenrates zwei neue Besitzerinnen: Andrea Rupp, Deutscher Juristinnenbund e.V. Landesverband NRW und Diane Tigges-Brünger vom Deutschen Gewerkschaftsbund NRW. „Im Landesfrauenrat kommen Frauen aus ganz unterschiedlichen Verbänden und Lebensbereichen zusammen, das macht den besonderen Wert unserer Arbeit aus“, konstatiert die Vorsitzende Dr. Patricia Aden. Sie dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit und freut sich darauf, zusammen mit dem neuen Vorstand viele Aufgaben anzupacken.